Vergangene Veranstaltungen

„Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm? Zum elterlichen Einfluss auf Jugendarbeitslosigkeit“

Die sozialen und wirtschaftlichen Kosten einer falsch ausgerichteten Sozialpolitik können enorm sein – im schlimmsten Fall wird durch falsche Instrumente sogar mehr Schaden angerichtet als Nutzen gestiftet. Gerade beim Einstieg in den Arbeitsmarkt kommt es darauf an, Jugendliche so gut wie möglich zu unterstützen, um die Basis für ein erfolgreiches Berufsleben zu legen. Dies ist nicht nur individuell wichtig, sondern gewinnt angesichts des demografischen Wandels und des sich zuspitzenden Fachkräftemangels auch gesamtgesellschaftlich immer mehr an Bedeutung. Doch wie lassen sich Erfolg und Misserfolg auf dem Arbeitsmarkt erklären? Entscheiden die jeweiligen individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten oder folgen viele Personen einfach dem Vorbild ihrer Eltern und schlagen nur selten gänzlich neue Wege ein? Um insbesondere Personen aus sozial schwachen Haushalten zielgerichtet unterstützen zu können ist es wichtig, den Zusammenhang zwischen elterlichem Einfluss und den Arbeitsmarktergebnissen ihrer Kinder zu verstehen. Nur so ist es möglich, soziale Unterstützungsprogramme adäquat auszugestalten und Mittel gezielt dort einzusetzen, wo sowohl Eltern als auch Kinder am meisten profitieren. Ziel der Veranstaltung ist es, evidenzbasiert zu erörtern, inwieweit berufliche Werdegänge auf dem deutschen Arbeitsmarkt vererbt werden, und zu analysieren, welche Reformen der Sozialsysteme notwendig sind, um erfolgreiche berufliche Karrieren zu unterstützen.