Die deutsche Wirtschaft steht vor tiefgreifenden Herausforderungen: Wachstumsschwäche, demografischer Wandel, Dekarbonisierung, Digitalisierung und geopolitische Spannungen erhöhen den Reformdruck. Zugleich wachsen die Erwartungen an den Staat. Er soll Transformation ermöglichen, Krisen abfedern, Infrastruktur modernisieren und Wettbewerbsfähigkeit sichern. Aus wirtschaftshistorischer Perspektive zeigt sich, dass kapitalistische Dynamik nicht durch immer mehr Staat entsteht, sondern durch verlässliche Institutionen, Wettbewerb, stabiles Geld, Eigentumsrechte und eine funktionsfähige Rechtsordnung. Ein handlungsfähiger Staat ist für die Marktwirtschaft unverzichtbar; ein überforderter oder überregulierender Staat kann selbst zum Hemmnis für Wachstum, Innovation und unternehmerische Initiative werden. Ziel der Veranstaltung ist es, aus wirtschaftshistorischer Perspektive zu diskutieren, welche staatlichen Rahmenbedingungen wirtschaftliche Dynamik, Innovation und Wohlstand ermöglichen und welche Lehren daraus für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft in der heutigen Zeit gezogen werden können.
Datum: 30. November 2026Veranstaltung: ECONWATCH-Meeting
„Kapitalismus und Staat im historischen Wandel: Ordnungspolitik für eine neue Wachstumsphase“
Referent: Prof. Dr. Werner Plumpe (Goethe-Universität Frankfurt am Main)Wir bitten um Anmeldung bis zum 26. November 2025 an info@econwatch.org. Sie erhalten dann rechtzeitig vor der Veranstaltung die Zoom-Einwahldaten.
