Publikationen

Strategische Weitsicht bei kritischen Rohstoffen!

(27.02.2023) Die aktuelle geopolitische Situation sowie die Störungen der Lieferketten während der Corona-Pandemie haben Deutschland wie auch vielen anderen Ländern deutlich gemacht, wie wichtig eine sichere Versorgung mit Gütern und Rohstoffen ist. Um dem Klimawandel zu begegnen und die deutsche und europäische Volkswirtschaft zukunftsfest zu machen, müssen die grüne und digitale Transformation zielstrebig vorangetrieben werden. Unternehmen sind dabei in immer stärkerem Maße auf Seltene Erden und andere kritische Rohstoffe wie Lithium, Cobalt oder Titanium angewiesen, um klimafreundliche Technologien und modernste digitale Anwendungen auf den Markt zu bringen. Diese Rohstoffe sind jedoch in Europa kaum direkt vorhanden – der Großteil muss aus Drittstaaten importiert werden. Zur Vermeidung von einseitigen Abhängigkeiten und Stärkung der Resilienz der Wirtschaft sollten Unternehmen ihre Lieferketten diversifizieren und EU-Staaten kooperieren, um ihre Marktmacht zu nutzen. Gleichzeitig sollten Unternehmen durch Investitionen in Produktinnovationen versuchen, den Anteil kritischer Rohstoffe in Produkten konsequent zu reduzieren bzw. den Produktlebenszyklus zu verlängern und durch vermehrtes Recycling dem Ziel einer umfassenden Kreislaufwirtschaft näherzukommen. Schließlich gilt es auch, heimische Rohstoffpotenziale stärker auszuschöpfen.