(21.01.2021) Nach den Ereignissen rund um die offizielle Auszählung der Stimmen des Electoral College im US-Kongress ist Joe Biden seit dem 20. Januar 2021 offiziell der 46. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und Nachfolger von Donald Trump. Mit dem Machtwechsel im Weißen Haus und einer demokratischen Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses ist in den europäischen Hauptstädten die Hoffnung auf eine Besserung der transatlantischen Beziehungen verbunden: weg von „America First“ und einer auf Nullsummen-Spiel-Logik beruhenden Wirtschafts- und Handelspolitik, (wieder) hin zu einer multilateralen Wirtschaftsordnung, die durch den regelbasierten internationalen Handel von Gütern und Dienstleistungen weltweit zu mehr Wohlstand führt. Inwiefern sich diese Hoffnung insbesondere angesichts großer innenpolitischer Probleme in den USA erfüllt, muss sich zeigen. Die Politik sollte versuchen, die transatlantische Partnerschaft wieder zu stärken und Fortschritte in der multilateralen Zusammenarbeit zu erreichen. Bei der Klimapolitik dürfte dies am ehesten gelingen.

