(15.12.2020) Die Corona-Pandemie hat die gesamte Welt vor enorme Herausforderungen gestellt und wird dies auch absehbar weiter tun. Nachdem zu Beginn der Pandemie weitreichende gesundheitspolitische Maßnahmen ergriffen worden sind, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, geht es nun vermehrt darum, die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzumildern und einen längeren konjunkturellen Einbruch zu verhindern. In Deutschland wie in vielen anderen Ländern wurden dafür bis dato kaum vorstellbare Maßnahmen ergriffen: Regierungen haben milliardenschwere, schuldenfinanzierte Konjunktur- und Rettungspakete geschnürt und sich an privaten Unternehmen beteiligt. Die EU-Mitgliedstaaten haben ein enormes Maßnahmenpaket geschnürt, das sowohl Kredite als auch Zuschüsse an notleidende Staaten beinhaltet. Die Notwendigkeit einer antizyklischen Politik gilt als unstrittig, jedoch sollte sich die Politik auch in der Pandemie an ordnungspolitischen Prinzipien ausrichten und Instrumente wählen, die möglichst zielgenau und marktkonform sind. Zudem sollten staatliche Eingriffe mit einer Exitstrategie verbunden sein.

